Nuria – Sigrid Zeevaert

Nurias ‚Eltern, beide berufstätig, brauchen eine Pause nur für sich als Paar. Nuria wird also ihrer Oma in Obhut gegeben, die allerdings über Nurias Kommen nicht gerade begeistert ist. was Nurias Unverständnis darüber, dass sie nicht mit ihren Eltern verreisen kann, wird dadurch noch verstärkt. Es ist also ein eher trauriger Beginn eines dann großen Abenteuers. Denn „Oma Ella“ muss mit ihrem Kahn „Madame“ eine Ladung Sand transportieren, der Kahn muss vorbereitet werden, sodass sie wenig Zeit hat, als Nuria ankommt. Obwohl Nuria keine „Bilderbuch-Oma“ kennen lernt, sondern eine oft kurz angebundene, herrische, aber sehr aktive Frau, ist sie fasziniert vom Hund Charly, dem Vogel Elvira, vom Kahn und der Fahrt damit. Diese ist spannend, schließlich sogar etwas gefährlich. Nuria entdeckt aber viele Fähigkeiten an sich, die Oma und Enkelin letztendlich aus der gefährlichen Situation heraus helfen. Und am Ende legt Oma Ella ihren Arm auf Ellas Schultern und sie bringen die Fracht ans Ziel. – Geschrieben in kurzen Sätzen, fast ohne Adjektive, klar und der Ausdrucksweise von 10-Jährigen angepasst. Dadurch und durch die personale Erzählhaltung sehen Lesende die Welt mit Nurias Augen und entwickeln Empathie.

 

Buchtipp: Ulrike Erb-May, Lese- und Literaturpädagogin (BVL)

Foto: © Tulipan Verlag