Ich gebe dir die Sonne – Jandy Nelson

,,Ich gebe dir die Sonne” von Jandy Nelson thematisiert nicht nur die Beziehung der Zwillinge Noah und Jude, die auf harte Proben gestellt wird, sondern auch Noahs Liebe zur Kunst, Judes erste große Liebe und nicht zuletzt die Familie der beiden, die mit Verlusten zu kämpfen hat.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Noahs und Judes Perspektive erzählt, was meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist. Man braucht einen kurzen Moment, um sich in den Charakter hineinzufühlen, aber sobald ein Perspektivwechsel ansteht, möchte man trotz der langen Kapitel eigentlich noch mehr über die Person erfahren. Darüber hinaus ist die Geschichte rundum stimmig; man versteht, warum die Personen handeln, wie sie handeln. Was mir am besten an ,,Ich gebe dir die Sonne” gefallen hat, sind die überraschenden Zusammenhänge, die erst zum Schluss deutlich werden.

 

Buchtipp: Charlotte, 15 Jahre

Verlag: cbj 2016
Foto: (c) Randomhouse

ellington – Marlis Bardeli, Ingrid Godon

Frau Treuherz hat es, ein gutes (und natürlich treues) Herz. Ellington, ein prächtiger Enterich, erobert dieses im Nu. Eine Weile tun die beiden Ungleichen sich gut, aber schon bald beginnen die Schwierigkeiten…

Eine fein gesponnene Geschichte über die Liebe, das Loslassen und Trost fassen. Mit weichen Bildern, die sich über die Seiten hermachen und dennoch keinen Zweifel an den wahren Gefühlen lassen.

 

Buchtipp: Andrea, 54 Jahre

Verlag: Peter Hammer Verlag 2018
Foto: (c) mixtvision

 

Eins – Sarah Crossan

Vor Kurzem habe ich die Geschichte der siamesischen Zwillinge Tippi und
Grace gelesen. Alles in Allem hat mir der Roman sehr gut gefallen, weil man
viel über den (gar nicht so anderen) Alltag siamesischer Zwillinge erfährt.
Außerdem erinnert die inhaltliche Gestaltung an eine Art Gedichtband,
wodurch die Geschichte sehr schnell und einfach zu lesen ist. Dennoch sind
die Sätze mit so viel Inhalt verpackt, dass man teilweise zwei Mal darüber
nachdenkt, was Sarah Crossan geschrieben hat.

 

Buchtipp: Charlotte, 17 Jahre

Verlag: mixtvision, 2016
Foto: (c) mixtvision

Glück ist eine Gleichung mit 7 – Holly Goldberg Sloan

In dem Buch von Holly Goldberg Sloan geht es um die Geschichte eines 12-jährigen Mädchens namens Willow Chance, das beide Adoptiveltern bei einem tragischen Autounfall verliert. Durch ihre einzigartige Art zu denken meistert sie die Situation und lernt ein anderes, neues, aber trotzdem glückliches Leben zu führen.

Ich mag das Buch besonders, da Willow Mut findet, kämpft und somit auch anderen hilft und Glück bringt. Dieses Buch ist ein wenig traurig, aber es hat mich auch sehr glücklich gemacht. Ich empfehle es jedem, der nach einem wirklich guten Buch sucht.

 

Buchtipp: Julie, 12 Jahre

Verlag: Hanser Literaturverlage, 2015
Foto: (c) Hanser Literaturverlage

Der Junge auf dem Berg – John Boyne

Packend und ergreifend ist der Roman von John Boyne, der in diesem Jahr für viel Gesprächsstoff sorgte. Man lernt den Protagonisten Pierrot als kleinen Jungen kennen, der in Frankreich groß wird. Es ist die Zeit zwischen den großen Kriegen, die Spuren des ersten sind noch nicht verblasst und doch kündigen sich schon die Trümmer des zweiten Krieges an. All das schwingt in den Sätzen Boynes mit, die das schicksalhafte Leben des Jungen ohne Beschönigung erzählen. Als Leser:in ahnt man am Anfang nichts von der unmittelbaren Verflechtung des Lebens von Pierrot mit dem zweiten Weltkrieg. Man fiebert mit, man hofft, man ringt und wartet auf die Erlösung, die man sich für den Jungen (und sich selbst) wünscht. Auf den letzten Seiten schafft der Autor genau das, ohne dabei sentimental oder dramatisch zu werden.

Ein wunderbares Buch, das nicht vor einer (teils brutal) ehrlichen Darstellung der Realität des Protagonisten zurückschreckt. Genau das macht es zu einem spannenden und sehr lesenswerten Roman!

  • Ausgezeichnet mit dem Buxtehuder Bullen 2018
  • Nominiert für den deutschen Jugendliteraturpreis 2018 (Jugendjury)

 

Buchtipp: Linda, 26 Jahre

Verlag: Fischerverlag, 2015
Foto: (c) Fischerverlag